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Was ist eine Nettopolice

Nettopolicen (Nettotarife, Honorartarife) sind Versicherungstarife, die keinen Provisionsanteil in der Prämie für die Vermittlung des Versicherungsvertrages enthalten. Vielmehr wird in einer separaten Honorarvereinbarung zwischen Kunde und Makler eine direkt an den Makler zu zahlende Vergütung vereinbart.

Rechtlich bestehen damit zwei voneinander unabhängige Verträge: Einerseits der Versicherungsvertrag zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer, anderseits die Honorarvereinbarung zwischen Makler und Versicherungsnehmer.

Zu unterscheiden ist zwischen Honorarvereinbarungen für die Beratungsleistung und Vermittlungshonoraren, in denen ein Festpreis für die Vermittlung eines Versicherungsvertrages vereinbart wird.

Nachteile des Provisionsmodells

Mit der Nettopolice findet eine Abkehr vom bisherigen Provisionsmodell statt. Oft wird kritisiert, dass Versicherungsvermittler durch die Vergütung über Provisionen finanziell von erfolgreichen Vertragsabschlüssen abhängig gemacht werden. Denn ihre Provision bekommen sie nur, wenn sie einen Versicherungsvertrag vermitteln. Das erschwert eine unabhängige Kundenberatung.

Außerdem entnehmen Versicherungsunternehmen die Kosten für Vermittlungsprovisionen den Beiträgen des Versicherungsnehmers. Vor allem bei Kapitalbildenden Verträgen verringert sich so der Anlagebetrag um die Höhe der Provision. Das wirkt sich auch in der späteren Zinsentwicklung aus.

Ein weiterer Kritikpunkt am Provisionsmodell ist, dass dieser Vorgang in der Praxis gegenüber dem Versicherten intransparent ist. Die Kosten ihres Versicherungsprodukts bleiben damit für viele Versicherungsnehmer undurchsichtig..

Vorteile für Versicherungskunden

Nettotarife können dazu beitragen,

  • die Unabhängigkeit der Beratungsleistung durch den Makler zu erhöhen, da der Makler direkt vom Kunden vergütet wird, was auch seiner rechtlichen Stellung als Sachwalter des Kunden entspricht.
  • die Kosten von Versicherungsprodukten transparenter zu machen, da der Kunde erfährt, was ihn die Beratung kostet.
  • Die Vereinbarung eines Honorars anstatt der üblichen Courtage hat für den Versicherungsnehmer aufgrund steuerrechtlicher Besonderheiten auch finanzielle Vorteile.

So verringert sich die Versicherungsprämie um den Courtageanteil und damit auch die anfallende Versicherungssteuer. Gleichzeitig sind die Honorarvereinbarungen bislang nicht umsatzsteuerpflichtig, so dass der Versicherungsnehmer auch dann eine Ersparnis hat, wenn das Honorar exakt der Courtage entsprechen würde. Nachstehend ein Beispiel zur Klarstellung:

  • Versicherungsprämie netto: 100 EUR
  • Darin enthaltene Courtage: 20 EUR
  • Bruttoprämie (bei 19% Versicherungssteuer): 119 EUR
  • Versicherungsprämie netto (ohne Courtage): 80 EUR
  • Bruttoprämie (bei 19 % Versicherungssteuer): 95,20 EUR

 

Impressum

Erik Schäfer
    Erik Schäfer
    Versicherungskaufmann
    Fachwirt für Finanzberatung

    Kontakt: Tel.: 06722-9949510

 

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